BERUFE A - Z/Gesundheit/BERUFSBILDER im Bereich GESUNDHEIT/




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AKADEMIE

„Eine Wissenschaft, die nicht in der Lage ist, neues Wissen aufzunehmen und zu integrieren, sollte nicht länger Wissenschaft genannt werden.“
(Sushruta)

Historischer Ablauf:

1997 – Treffen zwischen Prof. Dr. Subhash Ranade und Dipl.-Soz.Päd.(FH) Dieter H. Scholz  in München: erste Überlegungen zu einer gemeinsamen Strategie für eine staatlich anerkannte Ausbildung im Bereich Ayurveda und deren Einbindung in das hiesige Gesundheitssystem

1999 – Treffen zwischen Prof. Dr. Subhash Ranade und Dipl.-Soz.Päd. Dieter H. Scholz in Bremen: Vorstellung des Konzeptes durch D.H. Scholz und K. Wering (Arzt)

2000 – Meeting in der Massageschule Bergler und Vereinbarung eines gemeinsamen Vorgehens und Angebotes

2001 – erste 12-tägige Angebote in „Ayurvedischer Massage“ als Fortbildung für Gewerbliche und Heilmasseure in Graz

2002 – Ausweitung der Angebote auf numehr ca. 48 Kurstage mit mehr als 4 unterschiedlichen Kursen als Fort- und Weiterbildung für Gewerbliche und Heilmasseure sowie Planung eines Ausbildungskonzeptes zur Einreichung bei den zuständigen Österreichischen Ministerien

2003 – Gründung des „Österreichischen Bundesverbandes für Ayurveda“ und Einreichung der ersten Vorlage einer „Ausbildungs- und Prüfungsordnung zum Ayurveda-Practitioner“; Ausweitung der Kurse entsprechend dieser APO

2004-2005 – Mitarbeit bei den zuständigen Gremien für die Entwicklung und den Erlass der o.g. APO sowie der notwendigen gesetzlichen Bestimmungen; Abänderung und Ausweitung der Kurse entsprechend den jeweiligen Maßgaben

2005 – Gründung der Jeevan Association International, Pune, for research, development and application in the field of Applied Health Sciences, als gemeinsame Forschungs- und Entwicklungseinrichtung für angewandte Gesundheitswissenschaften und die Verbindung von europäischen und indischen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen.

2006 – Erlaß der gesetzlichen Bestimmungen BMWA-30.599/0234-I/7/2006 über Anwendung von Ayurveda im gewerblichen Bereich

2007-2008 – Forschung und Entwicklung von weiteren Ausbildungen im Bereich Ayurveda, traditioneller und komplementärer Medizin und Therapie in Sinne einer integrativen Gesundheitswissenschaft; Gründung der „Akademie für Indo-Europäische Gesundheitswissenschaften (Integrated Health Sciences)

2009 – Mitgliedschaft im „inter-uni.net for Integrated Health Sciences and Development“, einem Netzwerk von mehr als 70 universitären und außeruniversitären Einrichtungen aus über 20 Ländern und Einbringung der AKADEMIE als Forschungs- und Entwicklungsprojekt in das Interuniversitäre Kolleg, Graz Schloss Seggau, Ausweitung der Fort- und Weiterbildungsangebote für andere Berufsgruppen im Gesundheitssektor und weitere Angebote im Bereich Gesundheitsförderung; Ausweitung unserer Aktivitäten nach Deutschland und evtl. weitere Länder. Im Mai erfolgte die gesetzliche Verankerung und Fixierung des "ganzheitlich in sich geschlossenen Systems Ayurveda Wohlfühlpraktik" sowie weiterer "ganzheitlich in sich geschlossener Systeme" (wie Arddam); Umsetzung der durch die gesetzliche Regelung sich ergebenden Änderungen und Entwicklung des Ausbildungsganges zum "Dipl. Arddam Praktiker"

Rechtliche und politische Rahmenbedingungen und Vorgaben:

Die AKADEMIE ist eine Einrichtung der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung und integraler Bestandteil des Ausbildungszentrums Bergler, Graz. Sie versteht sich als Teil des Gesundheitssystems; hierbei nimmt sie auch Aufgaben bei einer ständigen Weiterentwicklung im Gesamtrahmen des Gesundheitswesens in Zusammenarbeit mit den betreffenden Stellen wahr und stellt somit die Ausrichtung und Integration ihrer Angebote in den Gesamtrahmen sicher.

Als Richtschnur und Zielstellung sehen wir daher insbesondere die Vorgaben der WHO:

* Ottawa Charter for Health Promotion, 1986
* WHO Traditional Medicine Strategy 2002-2005
* WHA 56.31 on Traditional medicine, 2003
* WHA 61.21 on Global strategy and plan of action on public
   health, innovation and intellectual property, 2008
* Beijing Declaration Adopted by the WHO Congress on
   Traditional Medicine, 2008

Im Bereich der EU insbesondere:

* European Union: COST B4 project on „unconventional
   medicine“, 1997
* EU Parliamentary Assembly:  Resolution 1206, 1999
* EU Parliamentary Assembly: Resolution 8435, 1999
* sowie weitere Vorgaben zum Bereich Health Science, Health
   Promotion, Traditional Medicine, vocational and professional
   education and learning

Als Rahmen sehen wir:

Die jeweiligen gesetzlichen Vorgaben und Bestimmungen auf nationaler und regionaler Ebene, die für unsere Angebote im Bereich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung maßgeblich sind; wir wirken mit den dafür zuständigen Stellen in allen Schritten aktiv zusammen.

Indo-Europäische Gesundheitswissenschaften (Integrated Health Sciences) und Ayurveda

„Für den Wissenden sind alle Veden so nützlich wie ein Wasserbehälter während einer Überschwemmung.“
(Bhagavadgita, 2.46)

Ayurveda ist – neben Unani – der letzte noch lebendige Zweig der antiken Medizin im Raum Europa, Südasien,  Persien und dem arabischen Raum, die so herausragende Persönlichkeiten wie Hippokrates, Avicenna/Ibn Sina, Caraka, Sushruta um nur einige zu nennen, hervorgebracht hat.
Diese antike Medizin war noch „ganzheitlich“ im wahren Sinne des Wortes – sie bezog sich auf das gesamte Leben des einzelnen Menschen mit  seiner jeweiligen Umgebung und anerkannte dabei regionale, kulturelle, soziale und klimatische Unterschiede. Sie war nicht beschränkt auf die Heilung und Linderung von Krankheiten - sondern beschrieb detailliert eine gesunde, harmonische Lebensweise, die zum Lebensglück des Einzelnen führen sollte und alle beruflichen, privaten, sozialen und religiösen Handlungen umfasste.
Der letzte Höhepunkt ist ca. 1.000 bis 1.200 n.Chr. gewesen. Danach hat sich nicht viel mehr geändert … und die Wege in Europa, Asien und dem arabischen Raum haben sich getrennt.

Im Indien von heute und Sri Lanka ist Ayurveda einerseits eine der traditionellen (indischen) Heilkunden und gleichzeitig eine wissenschaftlich fundierte Hochschulmedizin. Seit den 70er Jahren versucht die indische Regierung eine Zusammenarbeit auf allen Ebenen sowie eine Qualitätskontrolle einzuführen und durchsetzen – zunächst mit der Einführung von AYUSH als Dach für alle traditionellen Medizinsysteme auf gesamtstaatlicher Ebene und in jüngster Zeit mit der Zusammenfassung aller Medizinstudiengänge an Universitäten für Health Sciences; neuerdings wird geplant eine vereinheitlichte Ausbildung für alle Studiengänge zu etablieren um damit den Vorgaben der WHO zu einer Entwicklung hin zu einer Integrierten Medizin Rechnung zu tragen. Hiermit erfüllt Indien die Vorgaben der WHO und ist uns in Europa in diesem Punkt weit voraus.

Seit den 80er Jahren gibt es die ersten Angebote unter dem Namen Ayurveda in Europa und in den letzten Jahren haben solche Angebote sowohl für Patienten und Konsumenten wie auch seit jüngster Zeit  „Ausbildungen“ explosionsartig zugenommen. Dies geschieht fern von jeglicher Kontrolle und häufig im Grauen Markt, kaschiert als „Wellness-Angebote“, „Nahrungsergänzungsmittel“ u.ä. Die (häufig hochpreisigen) Ausbildungen erwecken – hinter scheinbarer Bescheidenheit  und Wissenschaftlichkeit  – den Eindruck, Menschen ohne irgendwelche Vorkenntnisse zu einer ärztlichen und/oder therapeutischen Berufsausübung führen zu können. Dies hat Traditionelle, Alternative, Komplementäre Medizin und Therapie zunehmend in Verruf gebracht und einen nicht übersehbaren Schaden für die Volksgesundheit bewirkt. In der letzten Zeit mehren sich die Bemühungen von „Ultra-Orthdoxen“  und Profitmachern aus Indien (leider teilweise sogar unter Einbeziehung von indischen und anderen ausländischen Universitäten) zusammen mit  sektiererischen Gruppierungen hier, sich unter dem Deckmantel eines „authentischen Ayurveda“ zu organisieren und Einfluss auf die maßgeblichen Stellen bei der EU und den einzelnen Staaten zu nehmen und den „Markt“ für sich zu erobern. Hierbei geben sie sich nach Außen einen wissenschaftlichen Anstrich – ihr Streben ist aber lediglich nach Macht, Mitgliederwerbung und schnellem Profit. (Hiervor warnt schon Doc. 8435 (1999) der EU Parliamentary Assembly, die schon zu dieser Zeit von schweren Gesundheitsschäden und sogar Todesfällen durch diese Machenschaften Kenntnis hatte. Wir sind aufgefordert, dem Einhalt zu gebieten, um einen weiteren und zunehmenden Schaden für den einzelnen nach Hilfe suchenden Menschen sowie auch für die Volksgesundheit zu verhindern. (Aus diesem Grunde arbeiten wir mit keiner dieser Organisationen oder Einzelpersonen in irgendeiner Art zusammen und beteiligen uns auch an keinen ihrer Aktivitäten!)

Sowohl in Indien und Sri Lanka, als aber auch in Europa, mehren sich inzwischen die Stimmen, die davor warnen, eine traditionelle Therapie außerhalb ihres eigenen sozialen, kulturellen, klimatischen und auch religiösen Rahmens anzubieten, da dies zu verheerenden Schäden führen kann, mindestens aber nicht die Wirkung wie am Originalort zeigen kann. Diese Warnung wird auch dezidiert von der WHO vertreten und es ist unsere Aufgabe in Europa, daraus entsprechende Schritte abzuleiten. Es kann und darf definitiv nicht darum gehen, Traditionelle Indische Medizin in Europa einzuführen oder gar zu etablieren – allerdings führt die Rückbesinnung und (Wieder)erarbeitung der Grundlagen, die ja auch die Grundlagen unseres eigenen (indo-europäischen) Gesundheitsdenkens und -handelns sind, und eine darauf aufbauende lebendige Zusammenarbeit sowie gegenseitige Integration zu zukunftsweisenden Ergebnissen; dies kann man auch an der Entwicklung in Indien – trotz aller Widerstände und Vorbehalte der „Orthodoxen“ – deutlich erkennen und uns für unser Handeln als Vorbild bei der Verwirklichung der Vorgaben der WHO dienen.
Diese wechselseitige – von beidseitigem Respekt getragene – Integration von Altem und Neuem, Westlichem und Östlichem usw., war auch die Haltung der „Gründerväter“ des Ayurveda und sollte und muss für uns heute wegweisend sein!

Für uns in Europa bietet Ayurveda als Teil des weltweiten Strebens nach einer Integrierten Gesundheitswissenschaft eine wichtige Brücke und einen Rahmen für Forschung und Entwicklung sowie auch Wiederentdeckung und Eingliederung eigener traditioneller Heilweisen in ein modernes Gesundheitssystem, das kostengünstiger, effektiver und erfolgreicher ist und nachhaltig zur Verbesserung der Gesundheit der Bürger in den einzelnen Staaten beitragen kann. Gleichzeitig kann Ayurveda – wie er von seinen Begründern gemeint und gewollt gewesen ist – ein brauchbares und hochaktuelles Modell für eine moderne, ganzheitlich und gesundheitsfördernd ausgerichtete Medizin bzw. Gesundheitswissenschaft sein.

Die Angebote der AKADEMIE tragen dem Rechnung und verstehen sich daher klar und eindeutig nicht als Alternativangebote oder –ausbildungen sondern als integraler Bestandteil unseres Gesundheitssystems. Wir wollen mit unseren Angeboten Lücken schließen und unseren Beitrag zu einer Verbesserung im Bereich Gesundheitsförderung, Prävention, Behandlung von chronischen Krankheiten sowie der Versorgung der zunehmenden Zahl von älteren und behinderten Menschen beitragen.

Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns auf diesem Weg vorwärts zu gehen.

J.Bergler GmbH
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